
Jennys IdeenReich
Hallo, ich bin Jenny
Ich bin die Person hinter Jennys IdeenReich. Ich entwerfe Häkelanleitungen für Amigurumis, mit einer ganz besonderen Vorliebe für Hunde.
Was heute nach einem kreativen Herzensprojekt aussieht, begann allerdings nicht mit einem großen Plan. Eigentlich begann alles mit einer Löffelliste, einem Häkelset für 4,99 Euro und einer Mütze, die niemals eine Mütze wurde.
Wie alles begann
2014 wurde bei mir eine schwere Autoimmunerkrankung diagnostiziert. Zu dieser Zeit hatte ich immer wieder neurologische Ausfälle. Meine Beine schliefen ein, ich stolperte häufig und stürzte. Lange war nicht absehbar, wie selbstständig mein Leben bleiben würde.
Während einer meiner Behandlungen saß ich mit meinem damaligen Freund in der Klinik. Gemeinsam schrieben wir eine Löffelliste mit Dingen, die ich noch erleben oder lernen wollte, solange ich noch laufen und eigenständig leben konnte.
Neben vielen größeren Wünschen stand darauf auch etwas, das damals eher beiläufig und ein wenig absurd wirkte:
Stricken und Häkeln lernen.
Einige Wochen später entdeckte ich in meiner Mittagspause bei Rossmann für 4,99 Euro ein Set, mit dem man eine Mütze häkeln sollte. Ich hatte vorher noch nie eine Häkelnadel in der Hand gehabt, kaufte es aber trotzdem.
Eine Mütze wurde daraus nicht. Eigentlich wurde es weder richtig breiter noch schmaler, sondern einfach ein ziemlich seltsames Stück Häkelei.
Und trotzdem konnte ich nicht mehr aufhören.
Meine Mama hatte recht
Am selben Abend kam meine Mama vorbei. Sie konnte selbst stricken, häkeln und nähen und war in Sachen Handarbeit sehr viel versierter als ich.
Sie betrachtete mein ziemlich unförmiges erstes Häkelstück, bewunderte es ernsthaft und sagte, dass ich das richtig gut mache. Sie glaubte, ich hätte Talent.
Ich musste lachen. Schließlich konnte ich selbst sehen, was da vor mir lag. Trotzdem blieb ihr Satz hängen.
Kurz darauf häkelte ich kleine Eulen als Schlüsselanhänger und versorgte meine ganze Familie zu Weihnachten damit. Eine dieser Eulen war für meine Mama und trägt ihren Namen: Tine.
Nach ihrem Tod fand sie irgendwann wieder ihren Weg zu mir. Heute erinnert sie mich nicht nur an meine ersten Häkelversuche, sondern auch daran, dass meine Mama schon etwas in mir gesehen hat, bevor ich selbst daran glauben konnte.
Und ja, sie hatte recht.
Was aus den ersten Maschen wurde
Wenige Wochen später häkelte ich meinen verstorbenen Hund Spike. Er war nicht perfekt, aber erstaunlich nah an dem, was ich mir vorgestellt hatte.
Dabei merkte ich, dass ich nicht nur nach vorhandenen Anleitungen arbeiten wollte. Ich konnte mir ansehen, wie eine Figur aussehen sollte, und nach und nach selbst herausfinden, wie sie aus Garn entstehen musste.
Von da an war nichts mehr vor mir sicher. Ich häkelte Tiere, Mützen und immer neue Ideen. Vor allem aber begann ich, meine eigenen Anleitungen aufzuschreiben.
Mein damaliger Freund schenkte mir schließlich die Domain jennys-ideenreich.de und sagte sinngemäß:
Wenn dort irgendwann etwas stehen soll, musst du lernen, wie das geht.
Also lernte ich auch das. So hatte ich plötzlich nicht nur eigene Häkelanleitungen, sondern auch einen Ort, an dem ich sie zeigen konnte.
Zwischen Tines kleiner Eule und meinen heutigen Figuren liegen viele Jahre und unzählige Maschen. Heute geht es mir nicht mehr nur darum, die Farben und die Körperform eines Tieres zu treffen. Ich möchte auch seinen eigenen Ausdruck aus Garn entstehen lassen.
Jennys IdeenReich war geboren.


Jennys IdeenReich heute
Aus einem Häkelset für 4,99 Euro ist mit der Zeit ein echtes Herzensprojekt geworden.
Heute entwickle ich ausführliche Häkelanleitungen für Amigurumis. Viele meiner Entwürfe entstehen aus echten Tieren, besonderen Hunderassen oder Figuren, die mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Mir ist wichtig, dass meine Anleitungen verständlich aufgebaut sind und nicht nur aus knapp notierten Maschenfolgen bestehen. Sie sollen dich mit vielen Bildern und klaren Erklärungen Schritt für Schritt begleiten.
Denn ich weiß noch sehr genau, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal eine Häkelnadel in der Hand zu halten und keine Ahnung zu haben, wie daraus jemals etwas Erkennbares entstehen soll.
Home is where my Harz is
Und dann ist da noch Ron
Ron gehört heute genauso zu meinem Leben wie Garn, Häkelnadeln und neue Ideen.
Gemeinsam sind wir viel draußen, wandern im Harz, treiben Hundesport und sammeln unterwegs neue Eindrücke. Er ist nicht nur mein Begleiter, sondern oft auch Inspiration und der Grund dafür, warum Hunde auf meiner Seite eine so große Rolle spielen.
Der Harz ist dabei unser Zuhause, unser Rückzugsort und der Platz, an dem viele meiner liebsten Erinnerungen entstehen. Zwischen Wäldern, Bergen und manchmal auch mit Blick auf den Brocken finde ich den Ausgleich zu all den Stunden am Schreibtisch und an der Häkelnadel.
Wie meine Ideen entstehen
Wenn mich jemand fragt, ob ich ein bestimmtes Tier oder eine ganz besondere Figur häkeln kann, muss ich meistens nicht lange überlegen. Meine Antwort lautet:
Ich kann alles häkeln.
Das klingt vielleicht übertrieben, aber für mich entsteht eine Figur oft ganz selbstverständlich. Ich sehe vor mir, wie sie aussehen soll, nehme Garn und Häkelnadel und fange an.
Meist brauche ich kaum mehrere Anläufe. Die Form entwickelt sich während des Häkelns, fast wie beim Schreiben oder Zeichnen, und am Ende sieht die Figur in der Regel genauso aus, wie ich sie im Kopf hatte.
Vielleicht war es genau dieses Talent, das meine Mama schon in meinem allerersten schiefen Häkelstück erkannt hat.







